Die BGO setzt auf Nachhaltigkeit

Als gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft in der Stadt Zürich übernehmen wir ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Verantwortung – mit konkreten Projekten sowie im Dialog mit unseren Genossenschafter:innen und Mitarbeitenden.


Woran wir aktuell arbeiten

Bauprojekte

Die BGO arbeitet eng mit Nachhaltigkeitsexpert:innen zusammen, um nachhaltige Grundsätze im Bauwesen konsequent umzusetzen. Die Fachpartner:innen begleiten die Genossenschaft strategisch und unterstützen bei Entscheidungen zu Bauvorhaben mit mietzinsrelevanten Folgen.

Verantwortlicher Umgang mit Wohnflächenverbrauch 

Um unter anderem Unterbelegungen konsequent angehen zu können, den Wohnflächenkonsum zu minimieren und mehr Menschen das Wohnen in der BGO zu ermöglichen, wurde das Vermietungsreglement per 1.11.2025 angepasst und wird nun laufend umgesetzt.

Naturnahe Bewirtschaftung der Gärten

Mit der Bewirtschaftung der naturnah umgestalteten Aussenräume fördern wir die Biodiversität weiter, stärken das Mikroklima und schaffen attraktive Lebens- und Aufenthaltsräume für Mensch, Flora und Fauna. Gleichzeitig unterstützt diese Form der Pflege natürliche Kreisläufe und trägt zu einem nachhaltigen, ressourcenschonenden Betrieb bei.

Konkret setzen wir auf standortgerechte, überwiegend heimische Pflanzen, verzichten konsequent auf chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel und fördern biologische Pflanzenschutzmassnahmen.

Grüngut wird möglichst vor Ort weiterverwertet und die Pflege so ausgeführt, dass sowohl Bewohner:innen wie auch das Ökosystem möglichst wenig gestört und natürliche Prozesse unterstützt werden.

Leitsätze Naturnahe Gartengestaltung

Netto-Null Analyse & Handlungsfelder

Eine Arbeitsgruppe aus Genossenschafter:innen, Vorstand und Geschäftsstelle der BGO sowie externe Fachpersonen hat sich ein Jahr lang mit dem Ziel Netto-Null 2040 auseinandergesetzt. Der dabei entstandene Bericht (Thiessen & Wolf GmbH) aus dem Jahr 2024 analysiert den Ist-Zustand, zeigt auf, welche Massnahmen bereits umgesetzt wurden und benennt weitere mögliche Handlungsfelder. 

Die umfangreiche Analyse zeigte, dass die BGO bereits auf einem sehr guten Weg in Richtung Netto-Null ist. In der alltäglichen Arbeit, bei Beschaffungen und in künftigen Projekten wird das Kriterium Netto-Null stets mitgedacht und nach Möglichkeit weitere Massnahmen umgesetzt. Zudem wurde ein Pilotprojekt für die Umsetzung von Netto-Null-Kleinprojekten durch Genossenschafter:innen lanciert.


Arbeitsgruppen

Es gibt verschiedene Arbeitsgruppen, wo Genossenschafter:innen sich zum Thema Nachhaltigkeit einbringen können.


Was wir schon getan haben

Gesellschaftlich
Bezahlbarer Wohnraum seit 1923

Seit über 100 Jahren bietet die BGO für eine breite Bevölkerungsschicht Zugang zu bezahlbarem, qualitativ hochwertigem Wohnraum im Herzen von Zürich.

Ausbildungsplatz für Betriebsunterhalt

Seit 2009 bietet die BGO in Zusammenarbeit mit der BVZ Lernenden praxisnahe Ausbildung zur Fachperson Betriebsunterhalt.

Solidaritätsfonds

Die BGO führt 1942 einen Wohlfahrtsfonds – heute Solidaritätsfonds genannt – zur finanziellen Unterstützung von in Not geratenen Genossenschafter:innen ein.

Wohnungen für soziale Wohnorganisationen

Als Teil unseres Engagements für soziale Nachhaltigkeit vermietet die BGO vorübergehend Wohnungen an Organisationen, die auf dem Wohnungsmarkt benachteiligten Personen Wohnraum anbieten.

Möglichkeiten und Räume für soziale Interaktion

Aufenthaltsplätze, Pizzaöfen, Grillstellen und Spielplätze in den Gärten sowie der Gemeinschaftsraum bieten vielfältige Möglichkeiten für Begegnungen. Der Austausch zwischen den Bewohner:innen wird zusätzlich durch die BGO-App, finanzielle Unterstützungen für Anlässe von und für Genossenschafter:innen sowie durch Veranstaltungen der Geschäftsstelle gefördert.

Partizipationsangebote

Genossenschafter:innen können sich aktiv am Leben und an der Weiterentwicklung der BGO beteiligen. Sei es an der Generalversammlung, bei Gesamterneuerungen, Bauprojekten oder partizipativen Projekten. Im Dialog zwischen Vorstand und Mitgliedern entstehen Lösungen, die nicht nur individuelle Bedürfnisse berücksichtigen, sondern im Sinne aller aktuellen und zukünftigen Bewohner:innen den genossenschaftlichen Gedanken stärken.

Ökologisch
Fahrradunterstände

Seit den 90er-Jahren wurden in der BGO laufend neue Veloabstellmöglichkeiten geschaffen – von Velobügeln unter Balkonen über gedeckte Velounterstände bis hin zu abschliessbaren Velohäusern.

Naturnahe Gärten & Vorplätze

Zwischen 2018 und 2025 werden verschiedene Flächen entsiegelt und naturnah umgestaltet, um Lebensräume für Tiere zu schaffen und die Entwicklung einheimischer Pflanzen zu fördern. So fördern wir die Biodiversität und schaffen lebendige Aussenräume, in denen auch Bäume und Sträucher mit essbaren Früchten für unsere Bewohner:innen gedeihen.

Fossilfreie Energieerzeugung

Rund 75 % der Energieversorgung unserer Siedlungen ist fossilfrei (65 % Fernwärme, 10 % Erdsonden-Wärmepumpen). Ziel ist 100 %. Bei Erneuerungen wird die Energieeffizienz konsequent als verbindliche Vorgabe berücksichtigt.

Steigerung Energieeffizienz

Für den Austausch von Geräten gelten verbindliche Vorgaben zur Energieeffizienz. Die Umstellung der Beleuchtung auf energieeffiziente Lösungen wird umgesetzt: In den Liegenschaften wurde die Beleuchtung zwischen 2021 und 2023 auf LED umgestellt, die Beleuchtung der Aussenanlagen ist noch geplant.

E-Mobilität

Im Frühjahr 2025 werden in der Tiefgarage im Scheuchzerhof 11 Parkplätze mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge ausgestattet.

Sammelaktion für Velafrica

Im Jahr 2025 spenden unsere Bewohner:innen insgesamt 37 Velos für Velafrica. Damit erhalten die Fahrräder ein zweites Leben und tragen zur nachhaltigen Ressourcennutzung bei.

Wirtschaftlich
Fonds

Die BGO stärkt ihre ökonomische Nachhaltigkeit durch eine gemeinschaftliche Darlehenskasse, die langfristige Baufinanzierungen unterstützt. Gleichzeitig können Genossenschafter:innen ihr Geld sinnvoll anlegen, da es in nachhaltige Bauprojekte einer sozialen Genossenschaft investiert wird.

Diversifizierung

Das Klumpenrisiko wird dadurch verringert, dass die Hypotheken von verschiedenen Darlehensgebern stammen und die Darlehenskasse einen bestimmten Anteil nicht überschreitet.

Beschaffung

Wenn möglich beschaffen wir Dienstleistungen, Material und Verpflegung für die Geschäftsstelle und Anlässe regional.